DIE BIBLIOTHEK
Zum Nachlass der Familie Garbald gehört auch eine umfangreiche Bibliothek, die in das neue Nutzungskonzept eingebunden ist und sozusagen den Geist des Hauses – Wissensdrang, Neugier und Kulturbewusstsein – weiter trägt.
Das Besondere an dieser Sammlung ist neben ihrem erstaunlichen Umfang – über 2000 Titel –, dass sie, von den unterschiedlichen Vorlieben der einzelnen Familienmitglieder alimentiert, gleichsam Spiegel des liberalen, intellektuell wie kulturell vielseitig interessierten und weltoffenen Zeitgeistes einer Epoche ist.
Lexika, Lehrbücher und Berichte der Naturforschenden Gesellschaft oder des Alpenclubs zu Gebieten wie Botanik, Bienenzucht oder Meteorologie zeugen von den Steckenpferden des Hausherrn. Die Dame des Hauses, selbst Schriftstellerin, wird wohl für die klassische und die zeitgenössische Belletristik zuständig gewesen sein. Bände über Geschichte und Kulturgeschichte, vorab zur eigenen Talschaft und zum Bündnerland, dürften vermutlich das Interesse beider widerspiegeln.
Durch Sohn Andrea ist wohl das beachtliche Konvolut an Büchern über die frühe Geschichte der Fotografie dazugekommen. Musenalmanach und Philosophisches könnten auf Anregung von Tochter Margherita Eingang in die Sammlung gefunden haben. Medizinisches, Berichte über ferne Länder und fremde Religionen sind vielleicht der Beitrag Augustos, des Jüngsten, den es bekanntlich nach einem abgebrochenen Medizinstudium in die Welt hinaus getrieben hat...
Wie auch immer – heute steht die Sammlung als Handbibliothek den Gästen der Villa Garbald zur Verfügung.
